Ausbildung zum zertifizierten Mediator
162 Stunden für fachliche Kompetenz, Haltung und professionelle Rolle

Mediation ist mehr als ein Verfahren und mehr als die Anwendung erlernter Methoden. Wer professionell mediieren will, muss Konfliktdynamiken verstehen, Prozesse sicher strukturieren und zugleich die eigene Rolle reflektieren können.

Unsere Ausbildung verbindet deshalb die fachlichen und rechtlichen Grundlagen der Mediation mit intensiver Praxis, Selbstreflexion und der Entwicklung einer professionellen Haltung.

Sie umfasst 162 Stunden und erfüllt die Anforderungen der Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung (ZMediatAusbV).

162 Stunden – bewusst mehr als vorgeschrieben

Die Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung sieht einen Ausbildungslehrgang von 130 Präsenzzeitstunden vor.

Unsere Ausbildung umfasst 162 Stunden. Die zusätzlichen 32 Stunden nutzen wir gezielt für Themen, die für die spätere Arbeit als Mediator entscheidend sind: Haltung, Selbstreflexion, persönliche Konfliktmuster, Selbststeuerung und die professionelle Rolle.

Denn für uns reicht es nicht, ein Mediationsverfahren zu kennen. Entscheidend ist, auch in schwierigen und emotionalen Situationen klar, allparteilich und professionell handeln zu können.

Was diese Ausbildung auszeichnet

Wir bilden Menschen aus, die Verantwortung für einen Mediationsprozess übernehmen können – fachlich, methodisch und in ihrer persönlichen Rolle.

Deshalb beschäftigen wir uns neben Verfahren und Methoden auch mit Fragen wie:

  • Was geschieht mit mir selbst in einem Konflikt?
  • Wie gehe ich mit starken Emotionen und schwierigen Dynamiken um?
  • Wie bleibe ich allparteilich, wenn mir eine Position näherliegt?
  • Wie erkenne ich eigene Trigger und Bewertungen?
  • Wie schaffe ich einen Rahmen, in dem Verständigung möglich wird?

Die Ausbildung verbindet Wissen, praktische Anwendung, Reflexion und persönliche Entwicklung.

Inhalte der Mediationsausbildung

Die vorgesehenen Ausbildungsinhalte werden vollständig vermittelt. Dazu gehören unter anderem:

  • Grundlagen und Prinzipien der Mediation
  • Ablauf, Phasen und Prozesssteuerung
  • Rolle und Haltung des Mediators
  • Kommunikation und Gesprächsführung
  • Konfliktdynamiken und Konfliktkompetenz
  • Verhandlungs- und Lösungskompetenz
  • rechtliche Rahmenbedingungen
  • persönliche Kompetenz und Selbstreflexion
  • praktische Übungen und Fallarbeit

Entscheidend ist für uns nicht nur, die Inhalte zu kennen, sondern sie in anspruchsvollen Situationen professionell anwenden zu können.

Haltung und Selbstreflexion als Teil der Ausbildung

Die zusätzlichen 32 Stunden geben Raum für Themen, die in der späteren Praxis entscheidend werden können.

Dazu gehören insbesondere:

  • eigene Konfliktmuster und persönliche Trigger
  • Umgang mit Emotionen und Eskalationen
  • Grenzen der eigenen Neutralität und Allparteilichkeit
  • Selbststeuerung in schwierigen Situationen
  • professionelle Rolle und Verantwortung
  • Reflexion des eigenen Handelns

Hier geht es nicht um eine weitere Methode, sondern um die Person, die später den Mediationsprozess führt.

Praxis von Anfang an

Mediation lässt sich nicht allein theoretisch lernen. Deshalb arbeiten wir während der Ausbildung kontinuierlich mit Übungen, Fallbeispielen, Rollensimulationen und Reflexion.

Die Teilnehmer erproben unterschiedliche Situationen und Rollen und erhalten Rückmeldung zu ihrem Vorgehen. So entsteht Schritt für Schritt Sicherheit in der Gestaltung von Mediationsprozessen.

Zertifizierung

Die Ausbildung ist so aufgebaut, dass sie die Ausbildungsanforderungen für die Bezeichnung „zertifizierter Mediator“ erfüllt.

Zur Zertifizierung gehören neben dem Ausbildungslehrgang weitere gesetzlich vorgeschriebene Voraussetzungen. Über die geltenden Anforderungen und die notwendigen Schritte informieren wir vor Beginn der Ausbildung transparent.

Für wen ist die Ausbildung gedacht?

Die Ausbildung richtet sich an Menschen, die Mediation professionell einsetzen oder ihre bisherige berufliche Tätigkeit um fundierte Konfliktkompetenz erweitern möchten – beispielsweise in Führung, Beratung, Personal, Recht sowie in sozialen oder pädagogischen Arbeitsfeldern.

Vorerfahrung in Mediation ist nicht erforderlich.

Interesse an der Mediationsausbildung?

Im persönlichen Gespräch klären wir Inhalte, Ablauf, Termine und die Frage, ob die Ausbildung zu Ihren beruflichen Zielen passt.

Haltung, Selbstreflexion und Wirkung in der Mediation
32-Stunden-Weiterbildung für bereits ausgebildete Mediatoren

Mediationsausbildungen vermitteln Verfahren, Gesprächstechniken und Methoden. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig, dass die schwierigsten Situationen nicht an fehlendem Methodenwissen scheitern.

Entscheidend wird die eigene Person: Wie reagiere ich auf starke Emotionen? Was geschieht, wenn mir eine Konfliktpartei näherliegt als die andere? Welche eigenen Erfahrungen, Bewertungen oder Trigger beeinflussen meine Wahrnehmung? Und wie bleibe ich auch dann klar und allparteilich?

Genau hier setzt diese Weiterbildung an.

Die 32 Stunden entsprechen dem zusätzlichen Schwerpunkt, den wir auch in unsere 162-stündige Mediationsausbildung integriert haben. Bereits ausgebildete Mediatoren können diesen Teil separat absolvieren.

Für wen ist die Weiterbildung gedacht?

Das Modul richtet sich an bereits ausgebildete Mediatoren, die ihre professionelle Rolle weiterentwickeln und ihre eigene Wirkung bewusster reflektieren möchten.

Besonders sinnvoll ist es für Menschen, die nicht nur Konflikte begleiten, sondern besser verstehen möchten, was in schwierigen Situationen mit den Beteiligten – und mit ihnen selbst – geschieht.

Woran wir arbeiten

Im Mittelpunkt stehen die eigene Haltung und das professionelle Handeln in anspruchsvollen Mediationssituationen.

Dazu gehören insbesondere:

  • eigene Konfliktmuster und persönliche Trigger
  • Selbststeuerung in emotionalen Situationen
  • Allparteilichkeit und eigene Bewertungen
  • Umgang mit Nähe, Distanz und persönlichen Resonanzen
  • Dynamiken hinter Positionen und Konfliktverhalten
  • Wirkung der eigenen Kommunikation
  • professionelle Rolle und Verantwortung
  • Reflexion konkreter Situationen aus der eigenen Praxis

Wir arbeiten mit konkreten Fällen, Reflexion, Übungen und kollegialem Austausch. Dabei geht es nicht darum, weitere Methoden zu sammeln, sondern das eigene professionelle Handeln bewusster und sicherer zu gestalten.

Was Teilnehmer mitnehmen

Die Weiterbildung soll dazu beitragen, auch in anspruchsvollen Situationen handlungsfähig zu bleiben.

Teilnehmer entwickeln:

  • mehr Klarheit über die eigene Haltung und Rolle
  • ein besseres Verständnis der eigenen Wirkung
  • mehr Sicherheit im Umgang mit schwierigen Konfliktdynamiken
  • einen bewussteren Umgang mit eigenen Reaktionen und Bewertungen
  • mehr Sicherheit in der professionellen Allparteilichkeit
  • konkrete Ansatzpunkte für die eigene Mediationspraxis

Format und Umfang

Die Weiterbildung umfasst 32 Stunden und wird modular durchgeführt.

Die Arbeit verbindet fachlichen Input mit Reflexion, praktischen Übungen und konkreten Situationen aus der Mediationspraxis. Je nach Durchführung können Präsenz- und Onlineanteile miteinander kombiniert werden.

Fortbildung und Zertifizierung

Die Weiterbildung ist zugleich als fachliche Vertiefung für bereits tätige Mediatoren konzipiert.

Mit den 32 Stunden können die erforderlichen Fortbildungsstunden vollständig abgedeckt werden. Damit verbindet das Modul die persönliche und fachliche Weiterentwicklung mit den formalen Anforderungen an die Aufrechterhaltung der Zertifizierung.

Die Teilnahme wird entsprechend bescheinigt.

Interesse an der Weiterbildung?

Im persönlichen Gespräch klären wir Inhalte, Termine und die Frage, ob das Modul zu Ihrem bisherigen Ausbildungsstand und Ihren beruflichen Zielen passt.

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